#2 | Pranayama, Anxiety und das Nervensystem (mit Atemübung: Deergha Swasam)

„Pranayama“ nennen wir im Yoga Atemübungen, welche oftmals weniger Beachtung finden, als die körperliche Asana-Praxis. Dabei sind Atemübungen unser kraftvollstes Werkzeug, auf unser Nervensystem wirken zu können.

In dieser Episode geht es darum, wie wir mit Pranayama auf Phänomene von Anxiety wirken können. Pranayama ist ein wichtiger Bestandteil der yogischen Praxis: Und tatsächlich können wir durch einen bewusst geführten und vertieften Atem unser Nervensystem beruhigen und sogar unseren Herzschlag verlangsamen. Nicht jedes Pranayama wirkt jedoch automatisch beruhigend. Wichtig ist…

  • … dass der Atem vertieft wird (Zwerchfellatmung).
  • … die Atemzyklen eher verlangsamt werden (weniger häufig pro Minute atmen).
  • … die Ausatmung eher betont wird.

Wenn du mehr erfahren möchtest, höre unbedingt in die aktuelle Episode rein!

„One study that was published in the Journal of the American Medical Association (May 17, 2000), coming out of Boston University’s Center for Anxiety Related Disorders, found that slow diaphragmatic breathing (similar to the pranayama technique Deergha Swasam, or Three-Part Breathing, from the Integral Yoga tradition) proved just as effective in reducing anxiety as the antidepressant drug imipramine.“

Zitat aus dem Artikel „The Anti-Drug for Anxiety“ von Stacie Stukin

Am Ende üben wir gemeinsam die yogische Atemtechnik „Deergha Swasam“ (ca. ab 15 Minuten vor Ende der Episode).

Quellen & Querverweise

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Die zitierte Stelle aus dem Yogasutra (2.29) lautet vollständig:

yama-niyamasana-pranayama-pratyahara-dharana-dhyana-samadhayah astau angani

Yogasutra (2.29)
Frei übersetzt: Die acht Glieder (des Yogas) sind: Disziplinen im zwischenmenschlichen Verhalten, die Regeln des Alltagsverhaltens, Körperhaltung, Regulierung des Atems, Sinnesanbindung ans Innere, die anhaltende Ausrichtung der Gedanken, das stille Reflektieren und die vollkommene Erkenntnis.