Anxiety und Stress Support mit NOMNOMYOGA

Was heißt eigentlich „Anxiety“?

Anxiety“ ist ein Begriff der sich nur schwer 1:1 ins Deutsche übersetzen lässt. Die direkte Übersetzung wäre laut Wörterbuch „Angst“ – ein starker Begriff, welcher oft mit negativ konnotierten Bewertungen wie „Schwäche“ oder manchmal auch „Irrationalität“ verknüpft wird. „Angst“ scheint nach allgemeinem Verständnis punktuell und eindeutig wahrnehmbar aufzutreten, in konkreten Kontexten auf die man gezielt reagieren kann. Mit dem Gefühl „Angst“ wird dementsprechend gezielt umgegangen: Menschen vermeiden oder verarbeiten sie, wohlwissend, dass sie existiert.

Das Konzept des englischen Begriffs „Anxiety“ meint hingegen ein wesentlich komplexeres und subtileres Phänomen, dem sich die meisten Menschen in modernen Gesellschaftsstrukturen ausgesetzt sehen – vielleicht auch ohne dies bewusst wahrzunehmen. Um es besser verstehen zu können, lohnt sich ein kurzer Exkurs zum Thema „Stress„.

Was ist eigentlich „Stress„?

Stress“ wird typischerweise als vorübergehende Reaktion auf externe Einflüsse definiert. Sie dient eigentlich als Überlebensstrategie auf lebensbedrohliche „Stressoren“ (Stressverursachende Einflüsse). Die Reaktion „Stress“ sorgt dafür, dass der Körper aus dem Ruhezustand in eine Alarmbereitschaft kommt. Der Puls steigt und der Körper setzt gespeicherte Energien frei: Er macht sich so bereit zur Flucht oder zum Kampf. Diese Reaktion kann sehr nützlich sein – angenommen Flucht oder Kampf können in der besagten Situation weiterhelfen. Idealerweise löst sich die Stresssituation infolgedessen auf und es folgt eine Regenerationsphase. „Stress“ ist in diesem Zusammenhang ein Ausnahmezustand.

Anxiety“ – eine Reaktion auf „Stress“ als Dauerzustand.

In unserem modernen Leben sehen wir uns vor allem in westlichen und wohlhabenderen Gesellschaften verhältnismäßig selten mit lebensbedrohlichen Situationen konfrontiert. Trotzdem empfinden wir permanent Stressreaktionen: Während äußere Stressoren unser Leben in der Regel nicht ständig real gefährden, sind sie dennoch omnipräsent und dadurch noch viel weniger greifbar. Während eine lebensbedrohliche Flucht- oder Kampfsituation eindeutig vorübergeht, scheint das moderne Leben uns nie wirklich eine Pause zu geben. Es lässt sich nicht besiegen – und erst recht nicht vor ihm fliehen. So kommt es, dass wir nie wirklich im gegenwärtigen Moment (in dem es meist nicht viel zu befürchten gibt) ankommen, sondern beim Essen unsere To-Do-Listen durchgehen, beim Yoga an die Abgabe des so wichtigen Projekts nächste Woche denken, uns selbst in harmlosen Alltagssituationen Worstcase-Szenarien ausmalen oder uns einfach-nur-so mit Schuldgefühlen quälen (man könnte ja sicher noch viel effektiver und erfolgreicher mit all Herausforderungen im Alltag umgehen!). Die Aufgaben und Anforderungen nehmen zudem kein Ende – ist das eine Problem gelöst, wartet schon das Nächste. So entsteht ein permanenter Stresszustand, in dem wir es oft verlernen wieder in die Entspannung und Regeneration zu finden. Körperliche Symptome wie Verspannungen, Unwohlsein, Schmerzen, Herz-Kreislauf oder Immunsystemstörungen können die Folge sein. Und auch psychisch hat das Ganze Auswirkungen. „Anxiety„-Symptome treten vor allem dann auf, wenn sich ein Individuum einem permanenten Stresslevel ausgeliefert sieht.

„Anxiety“-Symptome können vielseitig sein!

Das Hauptsymptom von „Anxiety“ ist oft das ausgeprägte Sorgen und Grübeln. Problematische Situationen (gerne aus der Vergangenheit, die sich nicht mehr ändern lässt) immer wieder durchkauen – oder auch sich apokalyptische Zukunftsvisionen ausmalen (deren Eintreten meist außerhalb unseres Einflussbereichs liegen) sind typische Denkmuster. Wer permanent in negativen Erinnerungen oder dystopischen Zukunftsvorstellungen ausharrt, gibt der Gegenwart erst überhaupt keine Gelegenheit angenehm zu werden. Wir sind gefangen in unserem Kopf und entfremdet vom Leben im hier und jetzt.

Auch folgende Symptome lassen sich in das Feld von „Anxiety“ einordnen:

  • Ruhe- und Rastlosigkeit
  • Innere Unruhe und Angespanntheit
  • Gereiztheit
  • Schlafstörungen
  • Erschöpfung
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Panikattacken
  • Soziale Phobien / Das Vermeiden von sozialen Situationen
  • Irrationale Ängste

Du kannst dich in einem oder mehrerer dieser Symptome wiederfinden und möchtest Strategien erlernen, mit diesen Phänomenen umzugehen? Dann könnte Anxiety– und Stress sensibles Yoga genau das Richtige für dich sein!

Wie Yoga dir helfen kann…

Im Yoga üben wir viele Kompetenzen, die uns im Umgang mit Stress helfen können. Wir lernen uns bewusst zu entspannen, aber auch Resilienz auszubilden, in dem wir in herausfordernden Haltungen unsere innere Haltung schulen. Die unterschiedlichen Yogarichtungen haben unterschiedliche Schwerpunkte und es gibt für nahezu jedes Bedürfnis einen passenden Stil.

Wenn du unter Anxiety– oder Stresssymptomen leidest, können dir gezielt ausgewählte Atemtechniken, Meditationen, Yogahaltungen und Reflexionsfragen helfen, damit umzugehen.

Ich habe für NOMNOMYOGA wissenschaftlich fundierte Praktiken kuratiert und zu einem ganzheitlichen Konzept für Anxiety geplagte Großstädter_innen zusammengefügt, die sich nach innerer Ruhe und Stabilität sehnen. Werde zu deinem eigenen Fels in der Brandung und lass die Wellen des Lebens einfach an dir abperlen!

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